Einfach loslassen ist wirklich schwer. Erfahre, warum das Nervensystem automatisch reagiert und wie du mit einem Trauma leichter und besser umgehen kannst.
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Einfach loslassen: Warum geht das nicht? Ursachen & Hilfe
Einfach loslassen. Ja, einfach ist das ganz und gar nicht. Wir können nicht einfach loslassen, was uns belastet, schmerzt und bisweilen sogar in den Wahnsinn treiben kann. Reaktionen des Nervensystems geschehen unterhalb der bewussten Wahrnehmung, im Überlebensmodus des Gehirns. Ängstlich zu werden, getriggert zu sein oder sich emotional zurückzuziehen, ist keine bewusste Entscheidung – es passiert automatisch und unmittelbar. Wenn eine Situation an ein früheres Trauma erinnert, versetzt dich dein Körper reflexartig in einen Zustand von Kampf, Flucht oder Erstarren. Du kannst dich nicht einfach „herausreden“ oder durch mehr Positivität, Willenskraft oder Stärke die Reaktion verändern.
Wie funktioniert unser Nervensystem in Stresssituationen?
Das autonome Nervensystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Verarbeitung von Stress und Trauma und dem Loslassen der Verletzungen deiner Seele. Es besteht aus zwei Hauptsystemen:
✔ Sympathisches Nervensystem: Verantwortlich für die „Kampf- oder Flucht“-Reaktion. Es aktiviert den Körper, um auf Bedrohungen zu reagieren.
✔ Parasympathisches Nervensystem: Fördert Entspannung und Erholung. Nach einer Stressreaktion sollte es den Körper in einen Zustand der Ruhe zurückführen.
Traumatische Erlebnisse können dazu führen, dass das sympathische Nervensystem dauerhaft aktiv bleibt. Das bedeutet, dass selbst kleine Trigger eine starke emotionale oder körperliche Reaktion hervorrufen können. So wird die Reaktion immer intensiver, der Stresspegel steigt und die Folgen für Körper und Seele werden zunehmend dramatischer.
8 Möglichkeiten: Wie kannst du mit Traumareaktionen umgehen?
✔ Achtsamkeit & Selbstwahrnehmung: Werde dir bewusst, welche Situationen dich triggern. Selbstbeobachtung ist der erste Schritt zur Veränderung.
✔ Atemtechniken & Entspannung: Gezielte Atemübungen wie die 4-7-8-Methode oder Wechselatmung helfen, den Körper zu beruhigen und die Kontrolle zurückzugewinnen.
✔ Coaching bzw. Therapeutische Unterstützung: Professionelle Begleitung kann helfen, tief sitzende Muster zu erkennen und zu verarbeiten. Neben einem Coaching zur Auflösung der inneren und äußeren Konflikte können Methoden wie Hypnose, EMDR oder kognitive Verhaltenstherapie wirkungsvoll sein.
✔ Selbstmitgefühl entwickeln: Verurteile dich nicht für deine Reaktionen – sie sind natürliche Schutzmechanismen deines Körpers.
✔ Gezielte Traumatherapie: Methoden wie Hypnotherapie, Körperarbeit oder somatische Erfahrungen können langfristige Heilung unterstützen.
✔ Bewegung & körperliche Regulation: Sport, Yoga oder Tanzen können helfen, aufgestaute Spannungen im Körper zu lösen.
✔ Soziale Unterstützung: Sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, kann Trost spenden und neue Perspektiven eröffnen.
✔ Schreibtherapie: Tagebuchführen oder gezieltes Schreiben über Erlebnisse kann helfen, Emotionen zu verarbeiten.
Daneben gibt es – je nachdem – viele weitere Möglichkeiten. Nicht alles passt für alle Menschen gleich gut. Wir sind alle ein wenig anders und brauchen einen anderen Weg, der auf und abgestimmt ist.
Langfristige Strategien zur Heilung
Es gibt viele Möglichkeiten, das Nervensystem langfristig zu regulieren und Resilienz gegenüber traumatischen Erfahrungen zu entwickeln. Dazu gehören regelmäßige Meditation, bewusste Pausen im Alltag, kreative Ausdrucksformen wie Kunst oder Musik und eine bewusste Ernährung, die das Gleichgewicht im Körper unterstützt.
Du bist nicht allein und du solltest Hilfe in Anspruch nehmen!
Es gibt Wege, besser mit traumatischen Erfahrungen umzugehen und das eigene Leben wieder aktiv zu gestalten. Hol dir Unterstützung – du musst diesen Weg nicht allein gehen. Vieles kann mit einem guten Coaching geklärt werden. Nicht alles braucht eine intensive und lange Therapie. Das aber sollte man klären und dann schauen, was genau nötig, sinnvoll und hilfreich ist. Es muss zu dir passen, welchen Weg du beschreitest. Aber tappe nicht in die Falle, das alleine regeln zu wollen, denn genau das überfordert uns alle.
Melde dich gerne für ein persönliches Gespräch oder fordere einen Rückruf an.
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